Das Blackboard zeigt eine lose Sammlung an Veranstaltungen der Städelschule Community. Die Hochschule für Bildende Künste–Städelschule ist nicht verantwortlich für die Inhalte.Das Blackboard zeigt eine lose Sammlung an Veranstaltungen der Städelschule Community. Die Hochschule für Bildende Künste–Städelschule ist nicht verantwortlich für die Inhalte. Das Blackboard zeigt eine lose Sammlung an Veranstaltungen der Städelschule Community. Die Hochschule für Bildende Künste–Städelschule ist nicht verantwortlich für die Inhalte. 

Franziska von Stenglin

Pa va hêng

at Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
25. Oktober bis 31. Oktober 2021

Deutscher Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Deutschland, Frankreich 2020
82 Minuten
Vietnamesisch, Sedang
Untertitel: Englisch

Liem gehört der ethnischen Minderheit der Sedang an und ist in einer abgelegenen Region von Vietnam zu Hause. Knapp skizziert die beobachtende Kamera einen Alltag, den mehr das Überleben denn das Leben bestimmt. Mit seinen Freunden bereitet er eine Expedition in den Dschungel vor. Dort wollen die jungen Männer eine Auszeit nehmen, an die Tradition ihrer Ahnen anknüpfen, Jäger und Sammler werden. Je verschlungener die Pfade, desto tiefer scheint sich auch der Film in eine andere Sphäre zu begeben.

Man lernt Liem bei alltäglichen Verrichtungen kennen. Mit dem Baby im Tragetuch kocht er, hängt Wäsche auf, geht aufs Feld. Die gigantischen Lautsprecher, die an den Laternen befestigt sind, beschallen sein Dorf mit offiziellen Nachrichten und Werbung. In seinem Stelzenhaus hört Liem lieber vietnamesischen Pop. Schon bald erspürt man den Rhythmus, den ganz eigenen Takt dieses Lebens. Wenn Liem und seine Freunde mit Gummilatschen und Rucksäcken losziehen, heftet sich die Kamera an ihre Fersen, nimmt ihre Perspektive ein. Auf Super-16 gedreht, fängt der Film die Grüntöne des zentralen Hochlands in Vietnam ein, die Bilder entwickeln eine soghafte Tiefe. Blätterrauschen, Insektensummen, Vogelgezwitscher und permanenter Regen setzen sich zu einer melodischen Geräuschkulisse zusammen. Plötzlich scheint die Zeit stillzustehen, die Trennung zwischen Leinwand und Zuschauerraum wird aufgehoben.

Anke Leweke

Nominiert für: DEFA Förderpreis, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness

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