Dieses Board stellt nicht die offizielle Meinung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule dar.Dieses Board stellt nicht die offizielle Meinung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule dar. Dieses Board stellt nicht die offizielle Meinung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule dar. 

Out Of Order – Werke aus der Sammlung Haubrok, Teil 2

Eröffnung 16. Januar, 19 Uhr
17. Januar bis 1. März 2020

Beteiligte Künstler_innen

Richard Artschwager, Martin Boyce, Tom Burr, Henry Codax, Martin Creed, Jeroen de Rijke, Willem de Rooij, Jimmie Durham, Cerith Wyn Evans, Günther Förg, Mario García Torres, Rodney Graham, Wade Guyton, Lone Haugaard Madsen, Georg Herold, Callum Innes, Emily Jacir, Imi Knoebel, Dennis Loesch, Scott Lyall, Park McArthur, Rodney McMillian, Ari Benjamin Meyers, Jonathan Monk, Simon Mullan, Philippe Parreno, Joyce Pensato, Peter Piller, Vaclav Pozarek, Stephen Prina, Florian Pumhösl, Daragh Reeves, Michael Riedel, Karin Sander, Gabriele Schmidt Heins, Andreas Slominski, Wolfgang Tillmans, Kelley Walker, James Welling, Ian Wilson, Christopher Wool, Haegue Yang, Heimo Zobernig

Über die Ausstellung

Auf den ersten Teil von Out of Order folgt mit dem zweiten ein ebenso umfang­rei­cher Querschnitt durch die Sammlung von Barbara und Axel Haubrok. Um die 90 Werke von abermals circa 50 Künstler_innen lenken das Augenmerk dieses Mal auf eine der Kunst ureigene Form: Das an der Wand angebrachte Bildobjekt. Dass nicht die Darstellung von etwas im Vordergrund steht, sondern sich das Bild auch immer als materielles wie kontextgebundenes Ding selbst zeigt, kann als Anker­punkt für viele der vertretenen konzeptuellen Herangehensweisen gelten.

Wie schon in Teil 1 begegnen uns künstlerische Positionen, die das Tradierte auf­rufen, indem sie es subversiv weiterentwickeln. Sie tun dies, indem sie Aspekte der Autorschaft, Produktion, Materialität und der Strukturen des institutionellen Aus­stellungswesens bewusst herausstellen und so zum Inhalt ihrer Arbeiten machen.

Karin Sanders Mailed Painting 109 Bonn – Düsseldorf – Berlin – Dresden – Berlin – Nürnberg (2020) etwa steht ganz im Zeichen abstrakter Malerei. Aller­dings kommt diese Malerei nicht allein durch die Hand der Künstlerin zustande, son­dern durch die am Werk vollzogenen Handlungen im Vorfeld von Ausstellun­gen: Das Bild entsteht durch die zufälligen Spuren seines unverpackten Transports und wird damit zum Abbild sonst verborgener Arbeit.

Andere künstlerische Strategien umfassen das an Werbung erinnernde Ent­wic­keln eines Logos, Reproduktionstechniken wie Kopieren und Drucken, Erzeug­nisse wie Poster oder aber Fotografien, die wie abstrakte Malerei erscheinen, weil sie ihren chemischen Herstellungsprozess zeigen, vorgefundene Objekte wie Ram­penstoßfänger, die als Readymades zum Bild werden, aber auch scheinbar tradi­tio­nelle Formen wie gestische Malereien. Bewusst ist ein Großteil der Künst­ler_innen in beiden Ausstellungsteilen vertreten. So entsteht eine inhalt­liche Klam­mer, die die Möglichkeit zur erneuten Begegnung mit Bekann­tem, wie auch zum Entdecken überraschend vielfältiger Ausdrucksformen bietet.

Ein weiteres Mal wird die Inszenierung der Sammlung Haubrok im Neuen Museum zum Ausdruck eines experimentellen Ausstellens: Waren in Teil 1 alle Exponate gleichmäßig und damit gleichwertig im Raum verteilt, so dürfen wir uns in Teil 2 auf Präsentationsformen freuen, die von den künstlerischen Positionen ebenso inspiriert sind wie von der Geschichte des Sammelns und Ausstellens selbst.

Neues Museum
Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg
Eingang Klarissenplatz
90402 Nürnberg

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