Heute

Akira Takayama, McDonald’s Radio University, 2017, Foto: Masahiro Hasunuma

Akira Takayama: Richard Wagner meets McDonald's

Online Vortrag, 7. Juli 2020, 19:00

Ongoing

Posterdesign: Maily Beyrens

Vortragsreihe Sommersemester — Juli 2020

Online Vortrag, 2. – 31. Juli 2020

Demnächst

Hassan Khan, Isolated element from Happy Empire (2020) 920 x 320 cm. Computer generated mural digitally printed on ceramic tiles. Platform with Mylar Streamers.

Hassan Khan: The Keys to the Kingdom

Online Vortrag, 9. Juli 2020, 19:00

Archiv: 2020 NextPrevious

Chris Speed: Co-Designing with Things

Online Vortrag, 2. Juli 2020, 19:00

André Vida: Chiral Rapture; or, the Ambiguities

Online Vortrag, 30. Juni 2020, 19:00

Cooking Sections: Cases of Confusion

Online Vortrag, 2. Juni 2020, 19:00

Vortragsreihe Sommersemester — Juni 2020

Online Vortrag, 2. – 30. Juni 2020

Emilija Škarnulytė: Sunken City

Online Vortrag, 21. Mai 2020, 19:00

Lucy Cotter: Reclaiming Artistic Research

Online Vortrag, 19. Mai 2020, 19:00

Iman Issa: Proxies, with a Life of Their Own

Online Vortrag, 5. Mai 2020, 19:00

Ulrika Karlsson: Interiors after Images

Vortrag, 20. Februar 2020, 19:00

Water Cooler Talks

Veranstaltung, 14. – 16. Februar 2020

Rundgang 2020

Veranstaltung, 14. – 16. Februar 2020

Rundgang Party 2020

Veranstaltung, 14. Februar 2020, 23:00

Melissa Gordon: The Embarrassment of SUCKCESS

Vortrag, 5. Februar 2020, 19:00

Aneta Rostkowska

Vortrag, 29. Januar 2020, 19:00

David Brüll: Bottom-Up Coded Cultures

Vortrag, 27. Januar 2020, 19:00

Oliver Tessmann: Material-Digital

Vortrag, 23. Januar 2020, 19:00

Alia Farid: In Lieu of What Was

Eröffnung19. Juli 2019, 19:00Portikus, Alte Brücke 2 / Maininsel, 60594 Frankfurt am Main

In Lieu of What Was ist die erste institutionelle Einzelausstellung der kuwaitisch-puerto-ricanischen Künstlerin Alia Farid (*1985) in Deutschland.

Im Raum begegnet man einer Gruppe großformatiger Skulpturen, die in den Formen zur Herstellung der öffentlichen Trinkwasserbrunnen in Kuwait gegossen wurden, welche mittlerweile das Stadtbild im Persischen Golf entscheidend prägen. Die Brunnen (und damit Farids Skulpturen) haben die Form unterschiedlicher Gefäße, die zum Transport und zur Aufbewahrung von Wasser dienen – vom traditionellen Tonkrug bis hin zur allgegenwärtigen Plastikflasche. Die Künstlerin wählte diese Behältnisse mit Blick auf die Beziehung zum Wasser in der Wüste und dem Wandel im Anbetracht der wachsenden Wasserknappheit, die mit dem Ausbau der ölzentrierten Industrie einhergeht.

Die Ausstellung bildet den Auftakt zu einem Rechercheprojekt zwischen der Künstlerin, dem Portikus und der Städelschule, das das Leben im Anthropozän und die entscheidenden wirtschaftlichen Faktoren für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen untersucht.

Bespeist aus Entsalzungsanlagen fungieren die Trinkwasserbrunnen als Ersatz für Dorfbrunnen und andere gemeinschaftlich genutzte Wasserquellen und werden so zur zeichenhaften Reminiszenz an vergangene Zeiten. In Lieu of What Was beleuchtet die Rolle des Wassers als regional eingesetztes politisches Werkzeug, etwa bei der Trockenlegung der Sumpfgebiete im südlichen Irak, der Landesgrenzen überschreitenden Verwaltung der Flüsse Tigris und Euphrat und dem kontrollierten Wasserentzug, durch den Mensch und Tier Zwangsdeportationen ausgesetzt werden.

In der Installation verbindet Farid Geschichte, Wirtschaftsentwicklung und Kultur in einer subtilen, zugleich fesselnden Veranschaulichung der ökologischen Krise im Persischen Golf und ihre schier unnachgiebigen Forderungen an die Natur.

Alia Farid lebt und arbeitet in Kuwait und Puerto Rico, ihren beiden Herkunftsländern, deren komplexe Kolonialgeschichte sie in ihren Zeichnungen, Objekten, Rauminstallationen und Filmen offenbart. Sie absolvierte einen Bachelor of Fine Arts an der Escuela de Artes Plásticas de Puerto Rico (San Juan), einen Master of Science in Visual Studies im Rahmen des Visual Arts Program am MIT (Cambridge, MA) und einen Master of Arts in Museum Studies and Critical Theory im Rahmen des Programa d’Estudis Independents am MACBA (Barcelona). Zu ihren jüngsten und kommenden Gruppenausstellungen zählen die Sharjah Biennale 14, die 2. Lahore Biennale und die Ausstellung Theater of Operations: Theater of Operations: The Gulf Wars 1991–2011 im MoMA PS1. Aktuelle und kommende Einzelpräsentationen finden in der Galerie Imane Farès (Paris), im Witte de With (Rotterdam) und im Swiss Institute (New York) statt.

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