Professor*innen

Monika Baer

Freie Bildende Kunst und Malerei
Foto: Åsa Lundén, Moderna Museet

Daniel Birnbaum

Philosophie und Kunstvermittlung
Foto: Louis Haugh

Gerard Byrne

Film
Foto: Constanze Flamme

Benjamin Foerster-Baldenius

Freie Bildende Kunst, Cohabitation
Foto: Heji Shin

Isabelle Graw

Kunstgeschichte und Kunsttheorie
Foto: Florian Zeyfang

Judith Hopf

Freie Bildende Kunst
Foto: Sebastian Bolesch / HKW

Hassan Khan

Freie Bildende Kunst
Foto: Büro Schramm für Gestaltung

Philippe Pirotte

Kunstgeschichte und Curatorial Studies
Foto: Valentina Knežević

Yasmil Raymond

Rektorin, Professorin für Curatorial Studies
Foto: Killa Schuetze

Tobias Rehberger

Bildhauerei
Foto: Jonas Leihener

Willem de Rooij

Freie Bildende Kunst
Foto: Abigail Enzaldo, © Haegue Yang and kurimanzutto, 2017

Haegue Yang

Freie Bildende Kunst, Prorektorin

Gastprofessor*innen

Foto: Christian Werner

Clémentine Deliss

Kunstgeschichte und Curatorial Studies
Foto: Frank Röth

Niklas Maak

Freie Bildende Kunst – Frankfurter Prototyp
Foto: Paula Court

Asad Raza

Freie Bildende Kunst

Honorarprofessor*innen

Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Kasper König

Kulturelle Bildung
Foto: Renate Brandt

Christa Näher

Freie Bildende Kunst
Foto: Anders Clausen

Wolfgang Tillmans

Freie Bildende Kunst

Forschungsstipendiat*innen

Monika Szewczyk

Gastautor*in

Omar Kasmani

Weitere Lehrende

Foto: Constanze FlammeFoto: Constanze Flamme

Benjamin Foerster-Baldenius

Freie Bildende Kunst, Cohabitation

Benjamin Foerster-Baldenius ist ein darstellender Architekt, ein Hybrid aus Raumdesigner und Situationsgestalter. Als solcher hat er 2021 mit seinem Kollektiv raumlaborberlin den goldenen Löwen auf der Architekturbiennale in Venedig gewonnen. Seine Arbeit steht sinnbildlich für eine Herangehensweise an Architektur und Urbanität, die eine radikale Abkehr von einer Praxis, die den Immobilienmarkt und die Bauindustrie bedient, hin zu einer Praxis, die eine führende Rolle in allen aktuellen Kämpfen und Debatten um ein sich veränderndes Klima, Nachhaltigkeit, schrumpfende materielle Ressourcen und die Schaffung einer Zukunft mit allen Lebensformen auf diesem Planeten spielt, manifestiert. Foerster-Baldenius strebt nach transdisziplinären Ansätzen im Lernen, Machen und Tun, er ist ein brillanter Forscher, Netzwerker und charismatischer Kämpfer für neue Formen einer resilienten, urbanen Praxis. Mit ihm wird die Städelschule ein Labor für Cohabitation mit der Stadt Frankfurt als erstem und wichtigstem Testfeld einrichten.
Foerster-Baldenius hat Architektur an der TU und der HdK Berlin sowie an der Royal Danish Academy of Arts in Kopenhagen studiert. Er plant, zeichnet und realisiert Installationen und Interventionen im öffentlichen Raum, erstellt Szenografien und Dramaturgien für Bühnen, Plätze und Ausstellungen und entwickelt Veranstaltungs- und Unterrichtsformate. Während der Pandemie realisierte er u.a. die Errichtung des Sommerbaus für das Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und den Third Space für das Schauspielhaus Düsseldorf als zwei temporäre Begegnungsorte. Mit seiner frühen Arbeit Hotel Neustadt hat er den Schelling-Preis für Innovative Architektur gewonnen und seitdem weltweit mit wachsender Aufmerksamkeit entworfen und produziert, ausgestellt, veröffentlicht und aufgeführt. Er war Professor an der Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag (VSUP), der Folkwang Universität der Künste Essen, der Royal Academy of Arts Den Haag und hatte Lehraufträge an vielen anderen europäischen Universitäten. Er ist außerdem Gründer, Dekan und Vorstand der Floating University, einem preisgekrönten Lernort für Naturkultur in Berlin.

Cohabitation ist die Kunst des Zusammenlebens auf einem beschädigten Planeten. Die Performance und Neuabgrenzung des Raums zwischen uns Menschen und allen lebenden Arten, ihren verschiedenen Kulturen und Kommunikationsformen, ist ebenso Teil unserer Forschung zum Zusammenleben wie die Suche nach Wissenssprachen, Artikulationsformaten und Registern für deren Archivierung. Cohabitation ist keine neue künstlerische Forschung, es gibt eine vielschichtige Geschichte und einen reichen Schatz an Beziehungspraktiken, die es zu erkunden gilt. Aber das Zusammenleben aus der menschlichen Perspektive braucht neue Formen im Raum, die auf die zeitgenössischen Herausforderungen eines belastbaren Miteinanders reagieren. Dies ist der Weg, den wir mit der Gestaltung von Begegnungsräumen zwischen den Spezies, Einzelinterventionen in der Öffentlichkeit und Experimenten in der städtischen Praxis einschlagen werden.