Aktzeichnen

Der Kurs ist für Anfängerinnen und Anfänger sowie trainierte Zeichnerinnen und Zeichner konzipiert. Die Termine werden im Lehrplan angekündigt.

Ablauf

Zum Aufwärmen werden mehrere 5-Minuten-Stellungen mit dynamischen Positionen gezeichnet, die ausdrucksvoll sind und ein lebendiges, expressives und freies Zeichnen ermöglichen.

Anschließend werden längere Positionen gezeichnet, die sich auf die Tradition der figürlichen Darstellung beziehen. (z.B. Kontrapost, Figura serpentinata etc.) Dabei beziehen wir uns auf bestehende Kunstwerke oder berühmte Künstlerinnen und Künstler, die sich mit dem Akt bzw. der Figur auseinandersetzten.

In der Schlussphase werden ein bis zwei lange Positionen eingenommen, bei denen die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer die Möglichkeit haben das Modell 'tiefer' zu erforschen (z.B. unter Einbeziehung des Porträts) oder verschiedene grafische Ausdrucksmöglichkeiten anzuwenden.

Je nach Natur der Modelle und deren Ausdrucksrepertoire sind Variationen möglich. Es ist erstrebenswert, auf die individualistischen Merkmale jedes Modells einzugehen. Manchmal behalten die Modelle ihre alltägliche Kleidung oder einen Teil davon an. Hiermit werden die Grenzen zwischen Akt, nackt und figürlich bzw. abstraktem und gegenständlichem Zeichnen erforscht.

Konzept

Der Kurs bietet sowohl das Aktzeichnen nach traditionellem Verständnis, als auch das freudige, freie Experimentieren mit neuen Positionen, neuen Ausdrücken, individualistischen Lösungen an. So gelangt die Kursteilnehmerin oder der Kursteilnehmer zu ihrer oder seiner zeichnerischen Selbstfindung. Der Ansatz ist undogmatisch und offen sowie individuell den Bedürfnissen der Studenten angepasst. Es wird kein besonderer Stil bevorzugt oder aufgedrängt. Jede Zeichnerin und jeder Zeichner soll ihre oder seine eigene Interpretation herausfinden und entwickeln.

Hintergrund

Für ein tieferes Verständnis der westlichen Kunst und Kultur ist es von Bedeutung sich mit dem Akt bzw. mit der menschlichen Figur zu beschäftigen. Dies begann in der Antike und entwickelte sich über die Renaissance und die Klassische Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst. Das zeichnerische Erlernen und Erforschen der menschlichen Figur - mit ihrer Anatomie, ihren Proportionen sowie ihrer Erotik und ihren Ausdrucksmöglichkeiten in Bezug zur Umwelt - war für Künstler aller Perioden immer sehr wichtig. Der Akt und die menschliche Figur als ästhetisches Phänomen ist heute in der Alltagskultur, in Film, Medien und Werbung immernoch aktuell und von zentraler Bedeutung.

Kontakt

Nino Pezzella
Email: nino.pezzella@staedelschule.de

Aktzeichnen, Foto: NN, 1947Aktzeichnen, Foto: NN, 1947

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